Montag, 24. Dezember 2007

Änderung des Plans

Obwohl wir hier jetzt Hochsommer haben, heißt das nicht, daß wir keinen Regen bekommen. Die Wettervorhersage hatte für den 25. seit Beginn unserer Vulkanumrundung schlechtes Wetter vorhergesagt. Also was machen mit unserer geplanten 5-Tagestour, wenn es am 4. Tag zu regnen anfangen soll. Wir sind zwar auch für Regenwetter komplett ausgerüstet, aber wenn es sich vermeiden läßt, dann würden wir das bevorzugen. Also was machen! Die Lösung: Einfach mehr machen. Am 2. Tag haben wir uns dann während der Wanderung für eine halbe Vulkanumrundung entschlossen, 2 Hütten übersprungen, und dann am Ende 10 Stunden unterwegs gewesen. Aber das waren sehr schöne 10 Stunden mit wundervollen Blicken auf die Vulkane, den einen, den wir umrundeten, und Mount Doom aus Herr der Ringe. Als Tintenpisser ist man dann allerdings ziemlich kaputt am Ende eines solchen Tages. So haben wir diese ganze Tour in 3 Tagen abschließen können und waren am 24. am Abend wieder in Wellington. Eine Dusche, eigenes Bett, und dann am 25. morgens mit Deutschland videofoniert. Das ist der Vorteil, wenn man hier auf der Ecke wohnt und kein Tourist ist. Die Karte unten zeigt das Gebiet, in dem wir unterwegs waren. Den nördlichen Vulkan haben wir umrundet, der südliche Vulkan ist Mount Doom. In National Park in der Jugendherberge (sehr zu empfehlen), dort wo der Pfeil ist, hatten wir vor der Tour übernachtet.

Größere Kartenansicht

Jetzt bleiben wir den 25. hier im Trockenen, und morgen geht es dann nach Napier oder Gisborne. Napier ist eine bekannte Weingegend. Mal schauen, ob wir dort auf der Ecke eine Unterkunft finden werden.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Liebe Familie und Freunde!

Wir wünschen Euch ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Wir werden am Freitag Nachmittag direkt in unsere Nordinsel-Weihnachtstour starten und am Samstag eine 5-Tagestour in den Tongariro National Park starten. Das heißt, wir sind zu Weihnachten nicht zu Hause, sondern mitten in der Wildnis. Wie es nach dieser Tour weitergeht wird davon abhängen, wie wir die Anstrengungen überleben. Entweder wir wagen uns in die nächste Trekkingtour oder aber wir werden mit einer normalen Sightseeingtour den Urlaub abschliessen. Mal schauen, ob wir es bis hoch nach Auckland schaffen. Somit werden wir auch zum Jahreswechsel nicht zu Hause sein, sondern irgendwo auf der Nordinsel rumtouren.
Am 5.01. im neuen Jahr werden wir wieder telefonisch erreichbar sein.

Wir hoffen für Euch, daß Ihr eine weiße Weihnacht haben werdet.
Die Kurze und der Lange.

Und mal wieder kurioses und lustiges!

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Und wann immer wir an etwas Lustigem vorbeikommen, dann wird nicht lange gezögert und die Kamera gezückt. Es hat sich wieder ein bisschen was angesammelt. Also hier unsere letzten Schreier:

Folgende Symbole kann man auf einer Verpackung für Teebeutel finden.
Teebeutel können, wie wir ja alle wissen, hoch gefährliche Sprengstoffe und radioaktive Substanzen enthalten. Tee fällt somit unter das Waffenexportgesetz. Zum Glück wird hier in Neuseeland sorge getragen, dass der Tee nur getrunken und nicht zum Bau von Waffen benutzt wird. Auch ist es beruhigend zu wissen, dass der Tee nicht für miese Tierexperimente benutzt wird. Es soll ja Leute geben, die Tee anpflanzen, um es dann Hasen in die Augen zu reiben oder auf Wunden streuen.

Kreativ sind die Leute ja hier. Man kann mit allen Sachen Geld verdienen. Und wenn man es als Wäscheleinenmann versucht. Sogar mit eigenem Auto. Und man kann seine Wäscheleine sogar reparieren lassen.

Wenn man schon immer mal wissen wollte, wie ein Vergissmeinnicht im Englischen heißt. Hier die Antwort. Hat bestimmt ein Deutscher übersetzt.

Das Land ist ja wunderschön grün, aber es gibt so einige Orte, an denen man nicht so durstig sein sollte. Und man sollte auch nicht auf eine Körperwäsche angewiesen sein.


Das war es auch schon. Mal gespannt, was uns noch so alles über den Weg läuft.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Belmont Regional Park (9. Dez. 07)

Das Wetter war doch nicht so schlecht wie zunächst angekündigt. Also schnell unsere Sachen gepackt und einen Ort zum Wandern ausgesucht. Da es schon Mittag war, mußte etwas her, was nicht ganz so weit weg war. Der Belmont Regional Park hat Eingänge im Osten und Westen, und da wir den Osten schon kannten, haben wir uns diesmal für einen Westeingang entschieden.
Also auf nach Canon Creek. Wir waren etwas erschrocken, wie arm diese Gegend zu sein scheint. Das erkennt man gleich an den Häusern. Auch der Beginn des Wanderwegs war nicht so sehr schön. Ein paar Graffittis auf den Bänken und Wegen, Müll an der Seite. Aber man muß nicht weit gehen, um direkt im Grünen zu sein. Diese Westseite des Parks ist komplett anders als die Ostseite. Hohes Grün, Busch, ein Blätterdach über einem, und nochmals Grün. Und dann ging es so langsam bergauf. Und weiter bergauf, und steiler bergauf, und noch weiter bergauf, und danach bergauf. Wir hatten das Gefühl, es würde gar nicht mehr aufhören. Oben angekommen bei dem großen Nord-Süd-Wanderweg auf dem Rücken dieser Hügelkette, wurden wir mit einem grandiosen Blick verwöhnt. Ein Blick bis nach Wellington nach Süden. Die Bergkette im Osten, das Tasmanische Meer im Westen, und im Norden ... Oh weh, was ist das im Norden. Regenwolken! Sowieso schon ein bischen schwül, und dann noch diese Aussichten. Also keine große Zeit zum Ausruhen und weiter bei diesem warmen Wetter. Der Regen in Aussicht hat uns eigentlich nicht so gestört, da es so warm war. Aber irgendwie wollten wir doch nicht nass werden. Besonders lustig ist auch, dass dort oben alles voller Schafe ist. Hinter jeder Ecke eine weitere Gruppe. Und jedes mal schrecken sie auf und rennen davon. Einzig die Schafsködel auf der Wiese sind etwas störend. Aber Slalomlaufen ist die Lösung. Auch über eine Lämmerwiese mußten wir rüber. Da war dann noch mehr los. Die Lämmer sind zwar mittlerweile nicht mehr so klein, aber sehen immer noch süß aus.
Gut 4 Stunden waren wir dann doch unterwgs, und die letzten 5 Minuten waren wir im Nieselregen. Ganz schön ausgelaugt, aber dann doch auch stolz über die bewältigten Anstrengungen, ging es ins Auto. Lange Hose angezogen, und ab nach Hause.
Oder doch nicht? Wir wollten ja noch immer mal das Restaurant Dennis hier ausprobieren, und heute hatten wir wirklich Hunger. Also auf nach Porirua und ab zu Dennis. Lecker Sandwich und Burger bestellt und gegessen, und dann nach Hause. Das war mal wieder ein wundervoller Tag im Grünen. Bilder wie immer bei Flickr. Hier ein kurzer Vorgeschmack.

Freitag, 7. Dezember 2007

Das Mustafa Kemal Denkmal (02. Dec. 07)

Nach dem gestrigen anstrengenden Tag wählten wir heute einen etwas einfacher zu erreichenden Ort. Wir waren schon ein paarmal dran vorbeigefahren, aber heute wollten wir endlich mal direkt hin. Das Mustafa Kemal Denkmal hier in Wellington war das Ziel.



Auch von dort hat mal wieder einen wunderschönen Blick (von wo nicht hier in NZ), diesmal über die Meeresbucht und in Richtung Südinsel. Und wieder brannte die Sonne, allerdings ist dank der leichten Briese die Temperatur sehr angenehm.


Nach dieser Besichtigung ging es mal wieder zum Chocolate Fish Cafe. Leider muss diese Attraktion zum Jahresende schliessen, und wir hatten Glück, dass wir an diesem letzten Wochenende, an dem das Cafe voll ausgetattet war, dort (mal wieder) einen wunderschönen Blick geniessen durften.

Die Besteigung des Mt. Climie (01. Dec. 07)

Auf der Suche nach etwas sportlicher Betätigung verbunden mit einer grandiosen Aussicht entschieden wir uns, in den Pakuratahi Forest zu fahren (auf dieser Seite findet sich auch eine Karte). In diese Richtung waren wir schon ein paar Mal mit dem Auto unterwegs, aber es ist einfach immer wieder interessant. Das Linksfahren ist schon lange kein Problem mehr, nur die etwas andere Vorfahrtsregelung erfordert vor allem in den Städten ein konzentrietes Fahren. Wie auch immer, es macht Spass durchs Land zu fahren.
Nach unserem Kartenmaterial sollte wir einen 2 bis 2.5 stündigen Aufstieg vorfinden. Und so kam es denn auch. Zwei Stunden stetig bergauf wurden dann aber mit einem grandiosen Blick belohnt. Das zugehörige Panoramafoto wie auch einige andere werden aber auch seinen Weg nach flickr finden.

Oben angekommen, wurde der von der Kurzen zubereitete Wrap ausgepackt, ein etwas windstilleres Plätzchen gesucht, und dann der Blick, das Essen und die Sonne genossen.
Dieser Wald ist wirklich wunderschön. Vor allem der erste Teil des Aufstiegs was fast wie im Urwald. Bei den Parkplätzen gibt es auch gute Picknickmöglichkeiten, und dieser Ort kommt auf jeden Fall auf unsere “zu besuchen” Liste. Hier noch ein paar Eindrücke von der Natur.





Montag, 26. November 2007

Sonniger als gedacht.

Für letztes Wochenende sagte die Wettervorhersage Schauer voraus. Davon war aber das ganze Wochenende nichts zu sehen. Zwar war es bewölkt am Samstag morgen, aber Regen war keiner gefallen. Wer macht hier eigentlich die Vorhersage? Es scheint, es gibt für mich hier viel zu tun :)
Wie auch immer, wir hatten uns für Samstag mit einer englischer Freundin verabredet, die über eine sehr umfangreiche Filmsammlung verfügt und wohl fast alles schon gesehen hat, was jemals auf der Leinwand einschien. Während ihrer Zeit in London hatte sie eine Kinojahreskarate. Das sagt ja eigentlich alles. Nebenbei, sie komponiert, am liebsten Filmmusik.
Den Samstag haben wir also fast nur drinnen verbracht. Zunächst lecker Pasta gegessen, danach eine kurze MythTV Einführung gegeben und dann 5 Filme geschaut: The Princess Bride, Music and Lyrics, Donnie Darko, Idiocracy und A Series Of Unfortunate Events. Wir hatten viel Spaß, viel gelacht und geklönt.
Auch der Sonntag war wieder ein wunderschöner Tag. Kurzentschlossen fuhren wir zum Mt. Victoria, der Berg in Wellington. Wir sind mit dem Auto zur Aussichtsplatform hochgefahren, Rucksack gepackt und dann in den grünen Busch. Warum nach Mt. Victoria? Hier die Antwort:

Dort wurde die Szene gedreht, in der Frodo und seine Freunde auf dem Weg gehen von den Nazguls eingeholt werden. Dann verstecken sie sich unter den Baumwurzeln. Und wirklich, der Weg sieht fast aus wie im Film. Auch die Szene, in der die Gefährten zu den Booten rennen und von den Orks gejagt werden, wurde hier gefilmt.
Nach dieser besonderen Begegnung ging es weiter bergab in die Stadt. Natürlich nicht, ohne an schönen Plätzen mal halt zu machen.

wen es interessiert: das ist ein HDRI Bild
Unten angekommen, sind wir an der Oriental Bay entlanggegangen. Das sieht dort aus wie eine Strandpromenade in Spanien. Und mit dem sonnigen, warmen Wetter fühlten wir uns auch wie im Urlaub. Die Mittagspause am Wasser war sehr entspannend. Der Aufstieg zu unserem Auto umso sportlicher. Das war es dann auch schon vom Sonntag. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass das Auto mal wieder gewaschen werden mußte. Gesagt, getan. Und alles direkt vor der Haustür.

Samstag, 17. November 2007

Und schon wieder grillen!

Noch nicht mal eine Woche rum, die Sonne brennt, und es ist wirklich so warm, dass man sich auch im Schatten bequem aufhalten kann. Also was kann man da besseres machen, als schon wieder zu grillen. Und wieder stehen wir vor dem gleichen Problem: Wer soll das alles essen. Wird Zeit, dass mal jemand vorbeikomt, und uns hilft :)

Geburtstagsgrillen !!!

Es ist fast Mitte November, der Frühling kommt so langsam in Gange, und da hat doch jemand Geburtstag. Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Und natürlich zum Grillen. Es ist zwar etwas windig und nicht super warm, aber was sein muß, muß sein. Also ein paar Lämmer geschlachtet, lecker ingelegt, und nichts wie auf den Grill. Nicht vergessen die Beilagen. Der Grill ist gefüllt, und wir wundern uns, wer denn noch alles kommen soll, um das zu essen.


Macht nichts, dann müssen wir eben selber ran. Und am nächsten Tag kann man ja auch noch etwas zur Firma mitnehmen.
Wie wir danach aussahen, kann man sich bei Flickr anschauen.

Freitag, 16. November 2007

Otari Wilton's Bush

Letztes Wochenende haben wir unsere Leichenbeschau der Möbel abgeschlossen, und zwar am Sonntag Mittag. Den Nachmittag sind wir dann zu Wilton's Bush in Otario gefahren, ein Ort in Wellington. Der gute Herr Wilton hat damals so gegen 1830 dieses Gebiet besessen und im Gegensatz zu allen anderen nicht alles abgeholzt und für Landwirtschaft genutzt, sonders das Land so gelassen. Somit ist dieser Teil noch im ursprünglichem Zustand und hat ein bischen was von Urwald. Wieder ein sehr schönes Fleckchen Erde. Und endlich konnte ich mal meine Kamera benuten, umd etwas schönes aufzunehmen. Und nicht nur Schäden. Unsere Bilder gehen wie immer nach Flickr. Hier nur ein kurzer HDRI Vorgeschmack.

Sonntag, 11. November 2007

Ein Gruß an die ehemaligen Kollegen

Die ehemaligen Kollegen des Langen werden das gute Stück auf dem Foto sofort wiedererkennen. Jetzt aber ausgestattet mit einem hiesigen Stecker wie angedacht. Die Leiste tut jetzt ihre Dienste und versorgt Fernseher, MythTV Computer und die Musikanlage mit Strom. Vielen Dank nochmal.

Freitag, 9. November 2007

Die Ausländerschwemme beginnt

Überall Deutsche. Die sind wirklich überall. Ein deutsches Pärchen stand in der Nähe des botanischen Gartens und er wollte sie fotografieren. Ich kam auf die beiden zu und hörte nur:"Mach schnell, da kommen Leute." Er hat es dann doch nicht mehr geschafft, ein Foto zu knipsen, und als ich fast an ihnen vorbei war, blieb ich stehen, und fragte: "Soll ich ein Foto von Euch beiden machen?" Nach dem ersten verdutzten Staunen kam dann ein "Ja", und so wurde ein weiteres Touristenfoto in den Kasten gepackt. Wie soll das erst im Sommer werden :)

Dienstag, 6. November 2007

Der Schrecken geht weiter

Könnt Ihr Euch noch daran erinnern, dass wir am Vortag den Wagen nicht starten konnten? Heute sollte dieses Problem in Angriff genommen werden. Das erste, was ich an diesem Morgen tat, war den neuseeländischen ADAC, hier AA, anzurufen. Innerhalb von 40 Minuten wollte die Hilfe angerollt kommen. Ich bat schon im Vornherein nach einem größerem Starterpack. Das Problem hatten wir ja schon mal!
Kaum wollte ich frühstücken, klingelte das Telefon. Der AA Mann war auf der Zufahrt und konnte das Haus nicht finden und bat mich, doch vor die Tür zu treten, so dass er sehen konnte, wo er hin muss. Gesagt - getan. Nach kurzem bla bla, stöpselte er die beiden Wagen zusammen.
Erste Lebenszeichen waren vom Wagen zu erkennen - die Konsole leuchtete wie ein Weihnachtsbaum. Ich sollte das Auto starten, was ich auch tat. Da es ein Hybridauto ist, startet der lautlose Elektromotor. Man hört also absolut nichts. Der AA Mann bat mich nochmals, den Wagen zu starten, weil er den Motor nicht vernahm. Nur weil ich verheult aussehe, bin ich doch nicht blöd!!! Nachdem dieses "Missverständnis" gelöst war, machte ich mich gleich auf den Weg zur Toyota Werkstatt. Die erwarteten mich bereits. Das Auto musste ich allerdings da lassen.
So, mit knurrendem Magen machte ich mich auf den Rückweg nach Hause. Zuvor wollte ich aber noch bei der Bibliothek vorbei - Bücher mussten zurückgegeben werden. Ich stieg also in den Bus ein. Ein Ticket kostete NZD 3,50 von der Innenstadt nach Johnsonville, wo ich die Bücher abgeben musste. Bei der Gelegenheit kaufte ich auch gleich Toastbrot und Äpfel (2,5 kg) ein. Es nieselte, und ich entschied mich, den Bus nach Hause zu nehmen. Ich musste nochmals NZD 1,50 zahlen. Vom Bus ausgestiegen, warf ich einen Blick in die graue Wolkenmasse über mir. Erinnerte mich sehr stark an meine Stimmung. Auf dem kurzen Fußweg zum Haus, traf es mich wie einen Blitzschlag - ich hatte die Haustürschlüssel vergessen!!! Muss immer alles aufeinmal einem passieren? Ich hatte die Nase gestrichen voll. Wie konnte ich den Schlüssel vergessen?
Die Erklärung ist ganz einfach. Vergessen hatte ich ihn eigentlich nicht. Ich hatte bisher fast nie den Schlüssel bei mir gehabt. War ja auch nicht nötig: seitdem wir eine Garage mir automatischem Tor und einem internen Zugang zum Haus haben, brauche ich doch keinen Schlüssel. Den Garagentoröffner hätte ich allerdings aus dem Wagen mitnehmen sollen, bevor ich ihn bei der Werkstatt ließ. Wat nu? Es war gerade mal 12:30 Uhr. Der Lange würde vor 18:00 Uhr nicht auftauchen. Die Nachbarn kannte ich auch nicht, um mich bei ihnen einzunisten, und die Einkaufstüte wurde bei dem leichten Nieselregen auch nicht leichter. Ich entschied mich, wieder in die Innenstadt zu fahren. Zuvor stopfte ich die Äpfel bei uns in den Briefkasten. Die Brote nahm ich als Verpflegung für unterwegs mit. Mann, hatte ich einen Hunger. Und wieder wurde ich 3,50 los.
Als Zufluchtsort diente die große Zentralbibliothek, in der es deutlich mehr zu schmöckern gab als in dieser kleinen Vorortsbiblio in Johnsonville.
So gegen 15:00 Uhr wollte sich Toyota bei mir melden, ob und wann ich den Wagen abholen konnte. Sie notierten Festnetz- und Handynummer. Naja, auf dem Festnetz würden sie mich nicht erreichen können, aber auf dem Handy. Handy? Wo war das eigentlich? Oh nein, zu Hause im Schrank. So, jetzt war der Moment gekommen, an dem ich noch geknickter durch die Gegend lief. Jeder Mathematiker hätte sich über so einen 90° Winkel gefreut ;)
Was mache ich nu? Auf gut Glück tanzte ich bei Toyota vor. Es war inzwischen 15:30 Uhr oder so. Der Wagen war abholbereit. Wow, wenigstens eine gute Nachricht an diesem Tag. Sie hatten die Batterie, die irgendwo unter den Sitzen eingebaut ist, ausgebaut und aufgeladen. Hoffentlich bringt es etwas.
Ich dachte mir, wenn ich schon in der Innenstadt bin, könnte ich den Langen von der Arbeit abholen. Würde er aber so früh Schluss machen?
Es war inzwischen 16:20 Uhr. Der Lange war überrascht mich zu sehen. Auch ihm konnte man die Enttäuschung über den gestrigen Tag ansehen. Er wollte aber erst gegen 17:00 Uhr Feierabend machen. Also saß ich da und sah "Tom und Jerry" auf unserem Iriver an. Als es dann endlich soweit war, sprach uns die deutsche Arbeitskollegin an, der wir dann auch unser Horror-Erlebnis mitteilten. Nach reichlich "Ausheulerei" fuhren wir dann endlich los, um richtiges Abendbrot mit Tellern und Stahlbesteck zu uns zu nehmen.

Halloween - Tag des Schreckens

Insgeheim freuen sich Klein und Groß auf diesen Tag. Die Kleinen, weil sie von Fremden Süßkram annehmen dürfen und davon soviel essen dürfen bis ihnen schlecht ist. Bei den Erwachsenen muss man unterscheiden: Den Männchen graust es eher vor diesem Tag, wenn sie sehen, mit welch einer Freude und Eifer ihr Weibchen das ganze Haus umdekoriert und sich die Welt auf einmal um Kürbisse und Skelette dreht und nicht um sie selbst.
Ich muss zugeben, dass ich mich auch auf diesen Tag gefreut habe - der Lange übrigens auch. Endlich konnte ich auch unsere vier Wände dekorieren, aber nicht mit Kürbissen und Co., sondern mit unseren Möbeln! Heute war der langersehnte Tag der Möbellieferung.
An diesem Tag nahm sich der Lange frei. Nach einem gemeinsamen Frühstück mit Plastikbesteck und -tellern warteten wir mit großer Nervosität und schauten ständig aus dem Küchenfenster, ob man denn einen Container auf einem Laster sieht. Der Lange hatte noch die Idee gehabt, den Wagen in der Garage umzuparken, damit man mehr Stellfläche zur Verfügung hatte. Aber irgendwie streikte der Wagen - er ließ sich mal wieder nicht starten. Hatten wir schon wieder vergessen Türen zuzumachen? Hmm. Naja, egal. Um das Problem würden wir uns zu anderer Zeit Gedanken machen. Jetzt war es erstmal wichtiger, Ausschau nach unseren Möbel zu halten. Bisher hatten wir in der Küche nicht so viel Zeit verbracht wie an diesem Morgen.
Und tatsächlich - da juckelte der Laster samt Gepäck den Berg hoch. Ich öffnete gleich die Haustür und wartete auf unsere Möbel. Es kam mir noch wie eine Ewigkeit vor, bis ich den Laster auf der Zufahrt sah. Und es sollte noch einige Zeit vergehen, bis der Container tatsächlich vor der Türe stand. Unsere Zufahrt zum Haus ist sehr knapp bemessen. Nach endlos erscheinenden Hin- und Hergefahre rollte der Laster langsam die Zufahrt hinunter. Zuvor wurden von den Packern Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Sollte das nur als Scherz gemeint sein???



Da stand er also. Aufeinmal wirkte dieser 20 Fuß Container winziger als gedacht. Die Plombe am Container wurde mit einer ziemlich großen Zange entfernt. Als sich die Türen öffneten, sahen wir Vertrautes, wie z.B. unsere Kellerregale. Wer hätte gedacht, dass man sich über den Anblick billiger Metallregale so freuen kann. Ich bekam eine Liste in die Hand gedrückt und sollte die Gegenstandsnummern abhaken, die hineingetragen wurden. Der Lange half den drei Packern beim Tragen. Über die leichte Brise freuten sich die Jungs, denn einige Kisten hatten es in sich gehabt. Mir half sie allerdings wenig, da sie mir die Arbeit beim Umblättern der zig Seiten der Packliste nicht gerade erleichterte. So, ein bisschen Mitleid bitte!!!!
Das Haus füllte sich so langsam mit Kisten. Als der Container entleert wurde, ging es auch gleich ans Auspacken. Man mag gar nicht glauben, wieviel Platz Verpackungsmaterial einnimmt. Es wurden erstmal sperrige Dinge, wie Couch, Bett, Regale usw. ausgepackt. Die Kartons wurden zunächst beiseite gestapelt. Beim Auspacken der Möbel folgte eine Heulattacke nach der nächsten. Meine schlimmsten Befürchtungen wurden wahr. Unsere fast neuen Möbel sind alle beschädigt - einige Kratzer hier, einige Dellen da und sogar kaputte Ecken an vielen Teilen der Bibliothek und des Sideboards. Unsere schöne Ledercouch wurde natürlich nicht verschont. Wenigstens das Geschirr hat diesen Umzug gut überstanden.
Man sollte sich die Umzugsfirma wirklich gut aussuchen. Eigentlich dachte ich, dass ich das getan hätte. Nur leider stimmt nicht alles, was einem erzählt wird. Schon beim Einpacken fragte ich immer wieder nach, ob das Klebeband, mit dem sie nicht gerade sparsam umgegangen waren, irgendwelche Rückstände hinterlässt. "Nein, das löst sich ganz leicht und hinterlässt keine Spuren". Das hatte ich mir an dem Tag immer wieder anhören müssen. Sie wussten auch ganz genau, wie sehr ich an den neuen Möbeln hänge, und erzählten mir sogar, dass sie vom Chef die ausdrückliche Order bekommen hätten, diese Möbel mit Samthandschuhen anzufassen. Um ehrlich zu sein: auf solche Samthandschuhe mit Schmirgelpapier hätten wir wirklich verzichten können. Wir vertrauten diesen Leuten und hatten auf ihre Erfahrung gesetzt. Und nun diese Enttäuschung. Hätten wir das nur vorher geahnt. Ich hätte alles selber eingepackt. Ihr wisst, wie penibel ich sein kann ;)
Tja, am Ende des Tages saßen wir gemeinsam ohne die (Aus-)Packer auf unserer Couch - der Lange mit dem Laptop auf dem Schoß, um der Umzugsfirma eine sachliche Beschwerde-Email zu schreiben, und ich neben ihm mit verheulten Augen in die Glotze starrend. An diesem Abend lief die Vorschau auf eine neue Serie im neuseeländischen Fernsehen mit dem Namen "Damages". Welch Ironie!!!
Oh Mann, was für ein Tag...........

Samstag, 27. Oktober 2007

Der Grill funktioniert

3 Lammkoteletts, 4 Hühnchenspiesse, Paprika, Champignons, Knoblauch und Zwiebeln fanden heute den Weg auf den neuen Grill. Zwar nur 15 Grad waren es draussen und etwas windig, aber die Sonne ist doch noch herausgekommen, und das muss genutzt werden. Einen Schnappschuß vom Grill gibt es hier zu sehen.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Beste Reisezeit

Nach einigen Gesprächen mit Kiwi-Kollegen über das beste Reisewetter kann ich nun folgendes verkünden. Bis Weihnachten kann das Wetter immer noch sehr unbeständig sein. Zum Teil gab es Weihnachten auch nochmal Schnee auf den Bergen und Regen und schlechtes Wetter. Aber zu Mitte Januar wird es dann häufig schnell warm und stabil. Der Februar ist meist der wärmste Monat, aber März und April bieten normalerweise das schönste Wetter. Zwar wird es dann im April bereits wieder kühler, aber die Sonne scheint ausgiebiger und ein Hochdruckgebiet jagt das nächste. Allerdings sollte man beachten, das einige Wandertracks, insbesondere die hochliegenden, dann schon geschlossen sein könnten. Soviel übers Wetter. Ich hoffe, das war hilfreich für einige.

Nachtrag

Mir ist zum Haus, Hühnchen und BBQ Blog noch etwas eingefallen:

Und zwar zum Punkte Haus:
Der liebe nette Mann versuchte vergeblich uns das (für mich schäbige) Haus schmackhaft zu machen, in dem er zig Mal erwähnte, wieviel Potential doch dieses Haus hätte.
SEHR VIEL POTENTIAL!!!

Diese Bemerkung, muss ich zugeben, hatte ich ihm sofort abgekauft.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Queen Elizabeth Park am Tag der Arbeit

Der Montag war wieder ein wunderschöner Tag. 17 Grad warm im Schatten, und in der Sonne schon fast zu warm. Mein 2. Tag der Arbeit in diesem Jahr. Und auch in Neuseeland geht man an einem so wichtigen Tag nicht arbeiten.
Heute fuhren wir 30 Minuten zum Queen Elizabeth Park an der Kapiti Küste (Karte). Am Südeingang haben wir geparkt und sind dann den Coastel Track nach Norden gewandert bis nach Raumati, um dann den Inland Track nach Süden zu nehmen. Beide Wege sind sehr schön. Der Küstenweg mit fast ständigem Blick über das Meer und auf Kapiti Island ist beeindruckend. Auch die Pflanzenwelt in diesen Dünen ist beeindruckend. Der Frühling läßt die Blumen blühen, in vielen intensiven Farben über einem tief grünen Teppich. Der Inlandweg war deutlich windstiller (und damit auch nochmal wärmer) und bietet einen Blick über die nahen Berge und Farmland.
Natürlich gibt es wieder eine Menge neuer Bilder bei flickr. Also viel Spaß beim Anschauen.

Red Rocks und Seelöwen am Sonntag

Was für ein wunderschöner Tag. Warme 20 Grad, die Sonne scheint, und Sonnencreme muß her. Auf dem Weg von Owhiro Bay Parade an den Red Rocks vorbei zu den Seelöwen
(Auf der Karte is Owhiro Bay zu sehen. von dort nach links bis zur Landspitze unten links.) Auf der Karte erkennt man auch die großen Stufen nahe Owhiro Bay, die auch auf unseren Fotos bei flickr.com zu sehen sind.
Der Weg bis zu den Seelöwen bei Sinclair Head hat etwa 2 Stunden gedauert. Viele Familien haben das schöne Wetter zum Pcknicken genutzt. Und auch zum Baden im Meer.
Die Seelöwen lagen faul auf den Steinen, kratzten sich an den Felsen, oder schrubbten sich den Pelz im Wasser. Dort nahmen wir gemütlich unser Mittagessen zu uns und ließen uns die Sonne auf den eigenen Pelz brennen.
Nach diesem Essen und einem Rückweg von etwa 1:30 h, war es Zeit für eine kleine Sightseeingtour an der Küste entlang
zum Chocolate Fish Cafe. Ein Apfelkuchen, zwei "Latte" und ein wunderschöner Blick nach Eastborne auf die andere Seite der Wellington Bucht machen das zu einem Platz, wo jeder mal eine Pause einlegen sollte. Abgesehen davon, haben hier die Herr der Ringe Schauspieler ihre kreative Pause eingelegt.
Irgendwann zwischen halb verputztem Apfelkuchen und leerer Kaffeetasse wurde die Entscheidung gefällt, am Abend bei Ichiban zu Essen. Das ist ein japanisches Restaurant. Auf dem Weg dorthin
an der Küste entlang kamen wir bei einem Sheep and Possum Shop vorbei, der alles Mögliche an Produkten aus Possum- und Schafsfell anbietet. Zu diesen Produkten gehören auch so Sachen wie Nippel Wärmer, Bauchnabelwärmer, und Willie-Wärmer. Vertrauliche Bestellungen werden entgegengenommen.
Danach bei Ichiban zauberte der Koch auf der Herdplatte vor unseren Augen ein leckeres Abendessen zurecht. Fisch und Muscheln haben wir probiert. Damit haben wir eigentlich alles durchprobiert: Steak, Hühnchen, Fisch und Muscheln. An die Königskrabben und Tintenfische haben wir uns noch nicht rangetraut. Die sind nicht so unser Geschmack. Auch ein Essen bei Ichiban gehört zu einem Pflichtprogramm hier in Wellington.
Zurück zu Hause wurde dann noch Tee getrunken und mit Deutschland videotelefoniert. Und dann gab es am Abend noch die Mini-Serie "Der Ring der Nibelungen" mit Benno Fürmann, Teil 2.

Montag, 22. Oktober 2007

Haus, Hühnchen und BBQ

Ich hänge ein wenig hinterher:
Am Samstag waren wir unterwegs und hatten so nebenbei eine Hausbesichtigung gemacht. Nicht, dass wir vorhätten, ein Haus zu kaufen, aber es wurde mit Isolierung (Boden + Dach) beworben. Das wollten wir uns doch angucken.

Hier die Anzeige!


Auf den Bildern sieht man mehr vom Garten als vom Haus. Ist das ein gutes Zeichen? Wohl nicht, aber trotzdem wollten wir uns angucken, was man für fast NZD 300.000 bekäme.
Am liebsten hätte ich gleich kehrtum gemacht, aber der Lange wollte sich das ganze Elend anschauen. Und es war wirklich zum Heulen: Die Isolierung unter dem Haus konnte man sich angucken. Es erinnerte mich eher an Alufolie mit zig Löchern drin, die an Holzlatten getackert wurden. Das ganze Haus sah aus als ob es direkt aus der Urzeit käme. Näher möchte ich auch darauf nicht eingehen. Es war einfach nur erschreckend. Ein Horror von fast NZD 300000. Eigene Bilder konnte ich leider nicht schießen - wäre etwas aufgefallen ;)
Als wir losfuhren, heulte ich erstmal, weil man für viel Geld, viel Mist bekommt. Mal ganz ehrlich gesagt: Neuseeländer finden diesen Mist auch noch toll!!! Der Mann sprach von seinem Haus in so hohen Tönen, dass ich es einfach nicht glauben mochte. Meine Augen weiteten sich immer weiter, was er auch bemerkte. Daraufhin versuchte er noch dicker aufzutragen.

Nach diesem Schrecken hatten wir uns gutes Essen verdient. Bei Nando's verputzten wir ein ganzes Hühnchen. Viel konnte ich nicht essen, da der Schrecken noch zu tief saß! Der Lange versuchte sich an der hauseigenen Sauce zum Hühnchen. Hier der Aufkleber der Flasche:




Die Sauce war für unsere Geschmäcker immer noch zu scharf. Unsere Zungen waren somit nicht mehr jungfräulich. Das Hühnchen war aber auch ohne Sauce lecker.

Nach einem nervenaufreibenden und schockierenden Tag fuhren wir "nach Hause". Der Grill, immer noch in seiner Verpackung in der Garage, schrie förmlich nach Freilassung und Aufbau. Der Lange schmiss eine DVD in den Laptop, damit ich mich nicht langweile, während er den Grill aufbaute. "In 80 Tagen um die Welt" mit David Niven sollte ich mir also angucken. Bevor der Spaß beginnen durfte, holten wir das schwere Baby gemeinsam aus der Verpackung heraus. Man, war das eine schwierige Geburt!!! So, bevor ich erzähle, was alles passiert ist, hier ein Bild vom Grill:


Man beachte: Der Grill hat 4 Beine, 2 Abstellflächen und ein Gitter unten. So, der Bau konnte also beginnen. Es sollte ca. 30 Minuten dauern. Man merke sich diese Zeitangabe. Der Lange sollte auf seine Weise den Spaß haben und ich auf meine. Man fängt mit den Beinen an - klar! Hat er auch gemacht. Drei Beine waren dran (pro Bein jeweils zwei Schrauben) als ihm auffiel, dass die Beine nicht einfach so rankamen. Man beachte die unterschiedliche Bereifung. Es gab schon ein System ;)
Ok, zwei Beine wieder abschrauben und wieder richtig ranschrauben. Bei dem ganzen Geklappere konnte ich meinen Film sowieso nicht ganz verstehen. Also schaute ich mal nach, was der Lange so produzierte. Als ich fragte, wohin die Unterlegscheiben kämen, sah ich nur, wie der Kopf des Langen nach vorne wegsackte. Die gehörten zwischen Bein und Grill. Also, alles wieder abschrauben, um die Unterlegscheiben zu verbraten. Gesagt, getan. So, nächster Schritt: die Ablageflächen anbringen. Ja, wie macht man das denn??? Die gehören zwischen Bein und Grill. Na, was sagt uns das? Ja, wieder abschrauben und ranschrauben, und zwar gleich mit Unterlegscheiben! Der Arme!!!! Ich versuchte weiterhin den Film akustisch zu verstehen. Bei dem ganzen Geschraube und Gefluche kann man ja gar nichts verstehen ;)
Als dieses endlich vollbracht war, wurde ich gerufen. Wie macht man jetzt das Gitter ran? Tja, einfach durchschieben und festschrauben. Dachten wir. Als wir dieses mit mehr Kraft als Verstand versuchten, brachen wir unser Vorhaben ab. Das Gitter schien für diesen Grill zu groß zu sein. Wir waren ja nicht auf den Kopf gefallen. Die Lösung: Man löse die Schrauben etwas, um das Gitter anzubringen. Nachdem das erledigt war, sah der Grill eher aus, als ob er X-Beine hätte. Uns beiden war das Ganze ziemlich suspekt. Ein Blick von mir in die Verpackung des Grills und der Nachfrage, was man mit diesen schwarzen Dingern machte, verursachte wieder dieses Wegsacken des Kopfes vom Langen nach vorne. Es waren die Abstandshalter, die zwischen Grill, Ablagefläche und Bein kamen. Zur Freude des Langen hieß es wieder alles ab- und anmontieren - aber nicht die Unterlegscheiben vergessen!
Wenn ich mich nicht irre, wurde insgesamt 4 Mal alles ab- und angeschraubt. Die erste DVD des Filmes war inzwischen auch durch, und ich wollte die zweite reinlegen, als ich ein tiefes Durchatmen vernahm. Der Grill war fertigaufgebaut.
Der Aufbau sollte 30 Minuten dauern, aber am Ende brauchte der Lange Sage und schreibe fast zwei Stunden. Der Arme.

Beim Schreiben dieses Berichtes musste ich mich immer wieder vor Lachen kugeln. Sorry, Langer.

Zur Freude durfte er dann noch seinen Styropormüll wegsaugen. Nein, er bestand darauf. Schließlich rundete dies seine Arbeit ab.



Aber bitte immer in die Knie gehen.

Der Grill war endlich fertig. Man könnte jetzt sagen, dass der Lange seinen Grill in- und auswendig kennt.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Auto

Am Dienstag machte unser Wagen schlapp. Ich wollte los zum Einkaufen. Also steckte ich den Zündschlüssel hinein, um den Motor zu starten. Im Display flackerte aufeinmal alles auf - aber sonst passierte nichts. So, wat mach ich nu?
Ich schnappte mir das Handbuch, um die Leuchtzeichen zu verstehen. Also blätterte ich fleißig drin herum und fand heraus, dass dieses gelbe "Motorenbild" mir sagen will, dass etwas mit dem Motor nicht stimmt. Ach neeeeee!!!
So, und jetzt zur Lösung dieses Problems:
Nochmals zur Erinnerung: Motor startet nicht. Als Lösungsvorschlag kam tatsächlich, dass ich den Wagen zum Händler fahren soll!
Würde ich ja gerne - nur wie? Ich rief also beim Händler an, und die wollten einen Abschleppwagen vorbeischicken. Dieser kam auch irgendwann an (ca. 1 bis 1,5 Stunden Wartezeit). Dieser nette Mann machte dann genau das gleiche wie ich - ins Handbuch gucken und herumtelefonieren.
So langsam dämmerte es mir, warum der Wagen nicht anspringen wollte.

Der Lange wusch am Sonntag den Wagen, lederte diesen auch ab und ließ die Türen offen, damit alles auch schön trocknen konnte. So etwas kann man ja machen, wenn man eine Garage hat ;) Wir hatten aber beide vergessen, die Türen wieder zuzumachen. Erst am nächsten Tag, sprich Monntag, fiel es mir ein wieder ein. Die Türen wurden zu gemacht und erledigt war damit die Sache für mich.

Wir hatten Dienstag, und jetzt hatte ich dieses Problem an der Backe. Diese Dämlichkeit erzählte ich dem guten Mann natürlich nicht. Der hätte ja sonstwas gedacht. Ich machte ihn aber über zig Ecken darauf aufmerksam, dass die Batterie sehr leergelutscht ist (Lampen sehr schwach usw.). Somit kam er mit seinem für meinen Geschmack viel zu kleinen Powerpack an, um die Batterie wiederzubeleben. Wie gesagt, unser Wagen war sehr hungrig, und sog förmlich die Energiestation leer. Das Ganze half auch nicht. Es gab zig Telefonate mit der Werkstatt. Er wollte den Wagen auf den Abschlepper huckepack nehmen. Das ging auch nicht. Das Auto parkte vorwärts in der Garage, und er konnte den Wagen aus der Parkposition nicht ins "N" umschalten, um ihn hinauszuschieben.
Nach langem Hin und Her überzeugte ich ihn, dass der Wagen mehr Saft brauchte. Er ging zurück zu seinem Abschlepper, der wohlgemerkt die ganze Zeit lief, um seinen Powerpack aufzuladen. Nach ca. 15 Minuten kam er zurück, verkabelte alles, und zack wieder leer. Sein Abschlepper lief immer noch!
Total verzweifelt rief er einen Kollegen, der einen Größeren hatte. Einen größeren Powerpack!!! Ihr seid ja Schweine!!!!
So, zurück zur Geschichte. Der Kollege kam dann auch irgendwann an. Kaum war alles angeschlossen, gab das Auto erste Lebenszeichen. Das doofe an so einem Hybridauto ist, dass nicht der "laute" Benzinmotor zuerst anspringt, sondern der lautlose Hybridmotor. Ich war total aus dem Häuschen vor Freude. Was die beiden Männer nicht verstanden, weil sie ja nichts gehört hatten. Der eine wollte hier und da Knöpfchen drücken. Den hatte ich aber rechtzeitig noch davon abgehalten können und stammelte in unverständlichem Englisch, dass das Auto so startet. Zu Beginn wollte er es mir nicht glauben und guckte sich die Anzeigen im Display gründlich an. Dabei bemerkte er das blinkende Zeichen bei der Tankanzeige und fragte mich, ob das die leere Batterie oder der leere Tank wäre. Es war natürlich die Tankanzeige. "Eine leergelutschte Batterie und ein fast leerer Tank?", fragte er mich und schüttlte dabei seinen Kopf ungläubig.
So, alles war jetzt wieder im Lot, und ich konnte endlich zum Supermarkt. Ich fuhr hinter dem Abschlepper die Auffahrt hoch. So ein Abschlepper ist schon ziemlich groß und unsere Auffahrt etwas eng.
Na, könnt Ihr Euch vorstellen, was passierte? Er fuhr mit seinem pinkfarbenen Abschlepper einen Teil der Wand eines Nachbarn an! Dämlich!!!

Geistig schüttelte ich nun meinen Kopf ungläubig hin und her.

Was sagt uns diese lange und unwichtige Geschichte? Lasst niemals die Türen eines Autos über Nacht offen - die Batterie könnte es Euch sehr übel nehmen.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Grillsaison kann beginnen

Das Wetter war heute wieder wunderschön, und die Schafe blöken von den Hügeln: ess mich, ess mich. Also heute los zu Bunnings (ein Baumarkt) und einen 4-Brenner Gasgrill gekauft. Ein echter Männergrill. Die Grillsaison kann beginnen. Jetzt müssen wir dieses Grillpuzzel nur noch zusammenbauen und die Gasflasche auffüllen. Und dann werden den Schafen ihre Wünsche erfüllt.
Zurück in unserer Butze haben wir uns eine leckere Pizza zubereitet, um dann frisch gestärkt den Waagen zu waschen. Direkt vor der Garage. Das Bild dazu gibt es bei flickr.
Übrigens, heute morgen hatten wir erfolgreich eine Videotelefonverbindung mit dem 2. Langen aufbauen können. Dazu braucht man einen Account bei sipgate.de und die Telefonsoftware von ekiga.org. Jetzt kann es also losgehen.

Freitag, 12. Oktober 2007

Nga Manu Wildlife Reserve

Das Wetter war heute super. Um 11:15 ging es nach Nga Manu in ein Wildlife Reserve. Etwa 30 Minuten dauerte die Fahrt Richtung Norden. Auch dieser Ort ist sehr zu empfehlen und immer einen Besuch wert. Viele verschiedene Vögel sind dort in Volieren, aber auch in freier Wildbahn zu erleben. Man kann dort in Kontakt mit vielen endemischen Vögeln kommen, wie auch unsere neuen Bilder bei flickr zeigen. Die Vögel geben sogar Kopfmassagen. Auch einen Kiwi haben wir gesehen, so wie die neuseeländische Taube, Tui, Tuatara (die älteste Reptilienart der Welt - ein Minidino), und noch vieles mehr. Auch die neuseeländische Eule ist sehr niedlich. Viele endemische Pflanzen haben wir zu Gesicht bekommen. Und hungrige und neugierige Enten, wie auch die Bilder zeigen werden. Die Aalfütterung war ein weiterer Höhepunkt in diesem Park. Genauso wie das Mittagessen bestehend aus Frikadelle und Brötchen mit Senf und Ketchup auf einer sonnigen Bank mitten im Park umgeben von viel Grün und balzenden und ringenden Tuis.
Auf der Rückfahrt haben wir in Lindale Stop gemacht und ein bischen Käse probiert, und danach noch bei Pack&Save eingekauft.
Zuhause angekommen haben wir die neuseeländische Version von Schafskäse und Fladenbrot genossen. Zur Zeit knabbert die Kurze Pistazien und wir schauen etwas Fernsehen.

Im Pub

Da heute der letzte Tag für einen Kollegen war, sind wir (mal wieder) am Freitag nach der Arbeit in einen Pub eingekehrt und haben ihn gebührend verabschiedet.

Montag, 8. Oktober 2007

Ein schöner Tag

Nur eine kurze Meldung. Heute war das Wetter wunderschön. Meinen von Arzu gefertigten Mittagswrap habe ich auf einer Parkbank hoch über Wellington eingenommen mit einem schönen Blick über die Stadt und auf das Wasser. Zwei Engländer haben sich dazugesetzt und wir haben ein bischen übers Wetter geredet. Das war es eigentlich auch schon für heute.

Sonntag, 7. Oktober 2007

Kiwi Kuriositäten

Bisher sind uns so einige Lustige Sachen begegnet, und jetzt könnt ihr auch daran teilhaben.
Wenn man sich ganz besonders anstrengt, dann kann man hier auch ein VIP werden und bekommt einen Aufkleber, den man sich hinter die Windschutzscheibe klebt. Und zwar so einen, wie diesen hier:

Ebenfalls gibt es hier ganz spezielle Küchengeräte, ohne die man eigentlich nicht mehr leben. Zumindest nicht, seitdem man weiß, dass es sie gibt. Hier das Bild:


In einigen Läden wird man durch kleine Schilder hingewiesen, wie man mit der ausgestellten Ware umgehen darf:

Samstag, 6. Oktober 2007

Schietwetter!

Der gestrige aktive Tag und das schlechte Wetter heute liessen uns lange im Bett bleiben. Nachdem wir uns endlich aufgerafft hatten, machten wir uns auf den Weg zu einem Baumarkt, bei dem es bis heute noch Rabatte auf alles gab. Da wir sowieso noch eine Gasflasche für die Sommergrillsaison brauchten, haben wir gleich mit 25% Rabatt zugeschlagen. Dann haben wir noch in verschiedenen Geschäften nach BBQ geschaut und werden bald die notwendige Hardware besorgen. Das Wetter wurde dann noch schlechter und zur Zeit haben wir unser erstes Gewitter in Neuseeland.
Mit selbstgemachter Pizza haben wir heute den Tag abgeschlossen und schauen Fernsehen. Das Telefon wie immer empfangsbereit neben uns liegend.

Belmont Regional Park

Super Wetter heute. Nach einem Telefonat mit der Siedlertruppe und Spanien sind wir auf zum Belmont Regional Park und sind von der Stratton Street bis zum Belmont Trig hochgewandert. Der Weg war wunderschön. Es galt Flüsse zu durchqueren, Schafe zu passieren, Schafs-pupuh zu umgehen, und dem zum Teil starken Wind standzuhalten. Oben auf dem Belmont Trig haben wir dann unser Mittagessen zu uns genommen und die Aussicht genossen. Leider konnten wir den geplanten Rundweg nicht vollenden, da schon wieder einmal ein Teil des Weges durch die Lammsaison geschlossen war. Zum Glück wird die Lammsaison Ende Oktober vorbei sein. Dann kann man wieder unbeschwert wandern :) Nach der Tour noch ein Stop in einem Café, ein bischen Einkaufen, und zurück ins Haus. Das war mal wieder ein gelungener Tag. Mit Fladenbrot und Schafskäse wurde der Tag dann abgerundet.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Wochenende!

Da zwei Kollegen die Gruppe verlassen, waren wir heute nach der Arbeit (also so gegen 16:30) zusammen an eine Bar gegangen um (mal wieder) lustig und gemütlich einen zu heben. Die Kurze kam auch dazu, und zusammen haben wir die Woche ausklingen lassen.
Das Wetter fürs Wochenende ist etwas unvorhersagbar. Geplant ist wieder eine Wanderung. Mal schauen, wann wir das machen werden. Auf jeden Fall ist es immer noch sehr windig und das Haus macht seine eigene "Musik" damit.

Nichts neues im Osten

Eine kurze Mitteilung: das Wetter ist seit Samstag sehr instabil. Regen immer mal wieder, und auch sehr stürmisch. Diese Leichtbauweise der Häuser hier ist sehr gewöhnungsbedürftig. Wenn es richtig windet, dann zieht es sogar durch die Steckdosen! Unglaublich. An Frischluft im Haus mangelt es also nicht.

Samstag, 29. September 2007

Nicht lecker

Es ist echt lustig Leute zu beobachten, die bei KFC im Drive-Thru etwas betstellen. Besonders, wenn es gerade zu schütten beginnt, und die optimale Fensteröffnung gefunden werden soll zwischen gerade noch nach draussen sprechen und nicht zu nass werden. Ansonsten unser Resume für heute: KFC in Deutschland ist besser. KFC wird an uns nichts mehr verdienen.

Ansonsten stürmt und regnet es heute immer abwechselnd. Somit haben wir den heutigen Tag genutzt, um bei Bunnings Warehouse (Baumarkt) noch ein paar Utensilien zu besorgen. Ein Gartenschlauch mit Sprühkopf, einen Heizstrahler, und Autoschwamm. Die Preisauszeichungen sind immer wieder ein Spaß. Der Heizstrahler war mit $59 ausgezeichnet, und an der Kasse haben wir dann $29 gezahlt. Und das war nicht das erste Mal.

Jetzt sind wir wieder zu Hause, haben uns einen Tee gekocht und schauen aus dem Fenster auf das Dorf . Im Fernsehen laufen wieder gerade Autounfallpreventionsspots. Irgendwie schon sehr brutal.

Wandern

Heute waren wir zum Kaitoke Regional Park gefahren. Auf dem Weg haben wir kurz im Hartcourts Park halt gemacht. Für die Neuseelandversierten ist natürlich sofort klar, dass es sich dabei um Isengard aus Herr der Ringe (HDR) handelt. Und zwar wurde dort die Szene gedreht, bei der Gandalf und der noch gute Saruman zusammen über die Wiese gehen. Man kann immer noch an dem Rasen sehen, wo früher der Weg angelegt wurde, der nach Isengard führt.
Ebenfalls sieht man dort noch den Baum, der später von den Orks in Isengard umgerissen wurde. Der wurde extra gepflanzt und "mobil" gestaltet, soll heissen, der Baum konnte immer wieder zurueckgesetzt werden, um die Szene nachdrehen zu koennen.
Danach waren wir im Kaitoke Regional Park, wo sich Rivendell mit den Elven befindet. Dort brauchte man aber sehr viel Fantasie, um den Film wiederfinden zu koennen. Aber der Park ist sehr schön und auf jedenfall eine Wanderung wert.
Danach haben wir auf dem Rückweg noch den River Anduin besucht, also den Ort, wo die Gefährten aus ihren Elvenbooten aussteigen und wo Aragon baden geht und wieder angespühlt wird. Wer auch immer mal herkommen möchte, sollte sich also voher HDR nochmal anschauen :)
Danach sind wir in Petone ins Cafe gegangen, und danach in ein türkisches Cafe/Restaurant für einen Tee, der uns allerdings einen Zuckerschock verpasste.
Das wars für heute. Zur Zeit schauen wir White Chicks, und danach ist der Tag auch schon zu Ende.
Ab morgen haben wir hier Sommerzeit, also ist der Zeitunterschied ab jetzt 11 Stunden.