Mittwoch, 25. Juni 2008

04.01.08 Napier / Heimfahrt

Am heutigen Tag standen wir frühzeitig auf; die Erdbeerkonfitüre schrie ja förmlich nach mir. Kaum saßen wir am Tisch, kam die B&B Besitzerin an und fragte, wieviele Toastscheiben wir wollten und was wir trinken wollten. So ganz nebenbei fragte ich auch nach der leckeren Konfitüre. Wir hatten noch Glück: es gab ein kleines Schälchen. Der Tag war für mich schon mal gerettet! Genüßlich schlemmten wir. Eines war aber merkwürdig: die Besitzerin kam so ca. alle 5 Minuten an und fragte, ob wir die Erdbeerkonfitüre denn noch essen wollten. Wir bejahten diese Fragen immer wieder. Ich bin doch schließlich ein Gourmet und kein Gourmant! Als wirklich nicht mehr viel von der Konfitüre im Schälchen war, fragte sie nochmals. Ich bejahte wieder und fragte aber diesesmal nach dem Grund ihrer Fragerei. Es stellte sich heraus, dass wir das letzte Schälchen abbekommen hatten und dass ein weiteres Pärchen an dieser Konfitüre interessiert war, und sie deutete unauffällig auf dieses in der Ecke an einem Tisch sitzenden jungen Paar. Wir trauten unseren Augen nicht: es war das Paar, mit denen wir am gestrigen Tag über genau diese Konfitüre gesprochen hatten und dass sie diese unbedingt probieren sollten. Innerlich konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen und kullerte mich geistig auf dem Fußboden. Ich glaube, dass es dem Langen genau so erging. Diese kurze, aber amüsante Geschichte erzählten wir auch der Besitzerin. Die hat sich auch ziemlich am Riemen reißen müssen. Das Lachen konnte sie sich aber dann doch nicht verkneifen. Als alle anderen Gäste fort waren, lachten wir nochmals herzhaft über diese urkomische Situation.
Wir packten unsere Siebensachen in den Wagen und fuhren los. Der Wein wartete schließlich auf seine neuen Besitzer! Kaum waren die Anfahrtspunkte in unseren Navi eingegeben, waren wir auch schon auf und davon und kauften die Weine ein, die uns am gestrigen Tag so gut geschmeckt hatten. Bei einer neuen Winzerei hatten wir aber auch nochmal einen Stopp eingelegt. Laut Reiseführer lohnte sich dieser Stopp. Die Winzerei "Mission" lag auch wirklich auf einem schönen Fleckchen Erde: die Weinreben lagen sozusagen einem zu Füßen, und das prachtvolle Gebäude thronte über ihnen. Einst war dieses Gebäude ein Kloster gewesen, daher der Name und das Kreuz auf dem Giebel. Der Lange machte auch heute wieder eine Weinprobe. Ich durfte nichts trinken. Ich mußte ja schließlich fahren :(
Während unseres Besuches der "Mission" wurden Vorbereitungen für eine Hochzeit getroffen. Am liebsten hätte ich mir auch nochmal hier mein Brautkleid angezogen und den Langen vor den Altar gezerrt. Den natürlich vorher noch ordentlich mit Wein abfüllen. Dann hätte er wieder: "Ja, ich will" gesagt.
Als unsere Einkaufstour vorbei war, sollte es endlich wieder nach Wellington gehen. Unsere Neugier fand aber kein Ende. In dem Reiseführer wurde ein "besonderer" McDonald's als weitere Sehenswürdigkeit angepriesen. Wenn das schon so ist, mußten wir auch da hin. Es stellte sich als ziemlich interessant dar: es ist der wohl einzige McDo im Art-Deco-Stil. War irgendwie urig.
Der Laden war zwar von außen und innen sehr nett, der Duft allerdings ist der gleiche, wie in jedem anderen McDo. Merkt man gleich, dass wir keine McDo-Gänger sind? Als auch diese Quälerei vorbei war, folgte auch schon die nächste: die lange Fahrt nach Wellington. Kilometermäßig mag es nicht viel sein, aber da die Straßen meist nur einspurig sind (in einer Richtung) und auch noch sehr kurvig sind, können einem z.B. 100km wie eine Ewigkeit vorkommen. Es wunderte also niemanden von uns, dass wir mal wieder spät abends in den eigenen vier Wänden ankamen - total platt und wieder urlaubsreif.

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